
Neugier erwecken sie allerorten, wo man auf sie trifft: Drehleier und die Schlüsselfidel (oder Nyckelharpa), beides in gewisser Weise mechanische Streichinstrumente mit einer Tastatur. Bei der Drehleier dieser teilweise dudelsack-ähnliche Klang und das schnarrende Rhythmusgeräusch, bei der Nyckelharpa der sphärenhafte und glasklare Klang, der einen sofort in seinen Bann zieht.
Obwohl es in Deutschland inzwischen wieder eine große Anzahl von Drehleier- und Nyckelharpa-SpielerInnen gibt, sind beide Instrumente doch noch relativ unbekannt. Beiden Instrumenten gemeinsam ist das Abgreifen der Melodie-Saiten mit Hilfe einer Tastatur (Schlüsseln), während die heute fast nur noch in Schweden beheimatete Schlüsselfidel (schwed.: Nyckelharpa) mit einem Bogen gestrichen wird, so ist dieser bei der Drehleier durch ein im Instrument befindliches Rad ersetzt, das die Saiten wie ein Endlosbogen anstreicht.
Während die Drehleier bereits seit den 60er Jahren wieder belebt wurde, etablierte sie sich vor allem bei Ensembles für Frühe Musik und in der Folk-Szene. Durch instrumentenbauliche Weiterentwicklungen hielt die Drehleier seit einigen Jahren auch vermehrt Einzug in die Jazz- und Rockszene hält (z.B bei Peter Gabriel, Loreena McKennitt...).
Die Schlüsselfidel hingegen sieht man in Deutschland erst seit einigen Jahren vorwiegend auf Mittelalterlichen Märkten und in wenigen Folk-Bands. Doch auch in Spanien, Italien und Frankreich taucht die chromatische Nyckelharpa in ihrer modernen Form, wie sie sich in Schweden seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt hat, wieder verstärkt auf.
Ingrid Mayr-Feilke und Johannes Mayr bringen das Publikum mit ihrem Programm auf unterhaltsame Weise mit den geschichtlichen und soziokulturellen Hintergründen dieser Instrumente in Berührung. Die musikalische Reise durch die Epochen und Stilrichtungen wird unterstützt durch mehrstimmigen Gesang und ein breit gefächertes Instrumentarium (Drehleiern, Flöten, Schlüsselfidel, Akkordeon, Harmonium, Gesang).
Zu Gehör kommen u.a. Werke aus dem 14.Jahrhundert, Renaissance-Melodien u.a. von Tilman Susato, Barockduette von J.B. Boismortier und J.B. Loeillet, traditionelle Folkmusik aus Frankreich, Bretagne, England, Schweden etc, und zeitgenössische Kompositionen.
Johannes Mayr arbeitete nach seiner Schreiner- und Orgelbauerlehre für 1½ Jahre in zwei Drehleierbauwerkstätten in Süddeutschland, seit 1993 als Profimusiker im Bereich Folk, Weltmusik aktiv, diverse Ensembles (Hölderlin Express, DÁN, Cassard. La Marmotte, …),Tätigkeit als Chorleiter und Workshopleiter, von 2007-2009 Teilnehmer der Europäischen Nyckelharpa Fortbildung (Burg Fürsteneck), regelmäßig Durchführung von Akkordeon-Workshops und Nyckelharpa-Unterricht.
Ingrid Mayr-Feilke wirkte längere Zeit bei verschiedenen Ensembles im Bereich Alte Musik mit. Zusammen musizierten beide bei den „Rolling Drones“ (Deutscher Folkförderpreis ´98) Mit ihrer gelungenen Synthese aus traditioneller Spielweise und eigenständigen Arrangements, hoher Virtuosität und ansteckender Spielfreude sorgt das im Westerwald beheimatete Musikerpaar für einen informativen und kurzweiligen Vortrag „der anderen Art“.
Ein Ehepaar macht Musik – kann das gut gehen?
[Bordunrot] beweisen mit ihrer ersten Duoproduktion:
Ja, es kann! Und wie:…
Das Album ist gelungen produziert, mit einem ausgewogenen und sehr transparenten Gesamtklang, der die ausgefuchsten Arrangements schön zur Geltung bringt. Wohlfühlmusik für Körper und Geist!
Ulrich Joosten im Folker, 03/10
... und zusammen mit dem Gesang der beiden Mayrs entstand ein Gesamtklang, dem man sich schwer entziehen konnte. Dem Publikum stand der Spaß ins Gesicht geschrieben.
Rhein Zeitung
Bordunrot
Zeitblüten
„Zeitblüten“ ist die erste CD-Produktion des Duos, das seit Jahren schon unter dem Namen „Mensch Mayr“ und als Bestandteil der „Rolling Drones“ (Dt. Folkförderpreis 1998) von sich hören ließ. Da ertönen ein Renaissance-Madrigal in völlig neuem Gewand, deutsche und französische Volkslieder sowie schwedisch anmutende Eigenkompositionen. …und immer geht es irgendwie um Jahreszeiten und deren blühende Erscheinungen…
mit dabei als Gastmusiker: Valentin Mayr: Percussion und Matthias Rülke: Bouzouki
Wir beziehen unsere Tourdaten aus der Datenbank von Folk-Lied-Weltmusik
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Knick Knack, Jetzt schwingen wirs den Hut
Polska
Je ne l'ose dire
Thernberger, Der kleine Herbst
Musikalischer Vortrag
Magie mit Bogen, Kurbel und Tastatur
Drehleier und Schlüsselfidel vom Mittelalter bis heute
- ein musikalischer Querschnitt –
mit dem Duo Bordunrot: Ingrid Mayr-Feilke und Johannes Mayr
Mit ihrer gelungenen Synthese aus traditioneller Spielweise und eigenständigen Arrangements, hoher Virtuosität und ansteckender Spielfreude sorgt das im Westerwald beheimatete Musikerpaar für einen informativen und kurzweiligen Vortrag „der anderen Art“.
Schulprogramm
„Wie kommt denn da die Luft rein?“ - „Wo kommt denn da der Ton raus?“ - „Ist das eine echte Ziege?“
Viele Fragen - vielfältige Antworten - Musik zum Anfassen
Das Duo Bordunrot hat aus eigener Begeisterung für Folkmusik, „erdige“ Klangfarben und die damit verbundenen Instrumente ein Programm entwickelt, welches sich zum Ziel setzt, Kinder ein Stück mit auf eine besondere musikalische Reise zu nehmen und ihnen damit Zugang in ungewöhnliche musikalische Räume zu ermöglichen.